Von jetzt an fliegt der Schüler regelmäßig allein, zunächst noch im vertrauten Doppelsitzer, doch schon bald erfolgt die Umschulung auf einen Einsitzer. In unserem Verein ist das ein Astir CS (siehe Foto rechts).

Es werden auch noch regelmaßig Flüge mit dem Fluglehrer im Doppelsitzer durchgeführt, um das Thermikfliegen zu erlernen. Da ein Segelflugzeug keinen Motor hat, kann es nicht aus eigener Kraft steigen, sondern nur die durch den Windenstart erreichte Höhe abgleiten. Bei der Ausklinkhöhe, die an der Winde erreicht wird, sind das nur 5 bis 7 Minuten.

Um länger zu fliegen, muß man Aufwinde finden. Solche Aufwinde können auf der Luvseite von Berghängen entstehen oder auch thermisch bedingt. Für uns sind nur die zweiten relevant, die Hänge von Elm und Lappwald reichen für nutzbare Hangaufwinde nicht aus.

 

Bei Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft am Boden, dehnt sich aus und wird dadurch leichter. Irgendwann fängt sie an, aufzusteigen. So entstehen thermische Aufwinde, die es dem Segelflieger ermöglichen, viele Stunden zu fliegen und dabei große Strecken zurückzulegen.

Auf dem Bild links kann man sehen, gutes wie Thermikwetter aussieht. Die aufsteigende Luft kühlt sich ab und fängt an zu kondensieren, sichtbar in Form von Quellwolken. Unter diesen Wolken findet man mit Sicherheit thermische Aufwinde. Man kann dann große Strecken zurücklegen, indem man von Wolke zu Wolke fliegt.

Im zweiten Abschnitt wird das richtige Anfliegen derartiger Wolken und das Ausnutzen der dort vorhandenen Aufwinde für längere Flüge geübt. Es folgen die B-Prüfung und später die C-Prüfung, in denen der Schüler u.a. auch die Fähigkeit zum Thermikfliegen nachweisen muß.

 

 

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